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Dieses ist meine private Homepage. Sie dient im wesentlichen der Sammlung meiner Links, die ich selbst gerne überall verfügbar haben möchte. Vielleicht findest Du auch etwas, was Dir gefällt und vielleicht sogar etwas, was Du gerade jetzt gut gebrauchen kannst. Hinterlasse mir doch gerne eine Nachricht in meinem Gästebuch, egal ob Du etwas ganz toll findest oder ob etwas verbessert werden könnte.
Bis dahin viel Spaß
Jürgen Killmer
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Also, die Geschichte fing so an: Als ein Arbeitskollege und ich "Hund 114" auf der Autobahn gefunden hatten (siehe hier), hatten meine Frau und ich schon überlegt, diesen Hund zu adoptieren, falls sich denn das Herrchen nicht melden sollte. Der Hund wurde dann jedoch schon am nächsten Tag aus dem Tierheim abgeholt und war wieder zu Hause.
Aufgrund dieses Ereignisses haben wir mit Tina (mittlerweile 13 1/2 Jahre alt, Stand Mitte 2007) begonnen, auf einen zweiten Hund hin zu trainieren. Tina ist eigentlich ein wenig zickig und ein Einzelhund. Sie hat fast jeden Hund aus der Nachbarschaft angemacht und hat es uns dadurch nicht immer leicht gemacht. So sind wir mit ihr zu einer Hundetrainerin gegangen und haben den Umgang mit anderen Hunden geübt. Da sie inzwischen wirklich schwerhörig ist (früher wollte sie nicht hören - heute kann sie es nicht mehr), ist die Arbeit mit ihr nicht immer einfach.
Ende Juni dann hat meine Frau den Schäferhundmischling Ringo auf der Internetseite eines Tierheimes in der Nähe entdeckt. Da ein Tierheim nicht wirklich frauentränen-tauglich ist, bin ich am 30. Juni 2007 das erste Mal alleine dort hin gefahren. Am Tag darauf hatte ich meine Frau mit ins Tierheim genommen und es stand für uns fest, dass wir Ringo gerne an uns gewöhnen möchten.
Ringo ist ca. 6 Jahre alt (Stand Mitte 2007) und kam mit ca. 2 Jahren ins Tierheim. Trotz einer Schulterhöhe von ca. 60 cm, einem Gewicht von ca. 40 kg reiner Muskelmasse ist er sehr ängstlich und misstrauisch. Eigentlich sollte sich jeder Hund freuen, aus dem Zwinger herauszukommen und spazieren zu gehen. Bei Ringo jedoch ist es anders: Er scheint den Zwinger und die damit verbundene vermeintliche Sicherheit (noch) zu brauchen.
In den folgenden vier Wochen ist meine Frau täglich zum Tierheim gefahren, um mit Ringo in seiner gewohnten Umgebung spazieren zu gehen. Da ich sehr oft auf Dienstreise war, konnte ich leider nicht immer dabei sein. Der Anfang war sehr sehr schwer: Ringo wollte nicht mit uns kommen, war kaum aus dem Zwinger herauszubekommen und nach ca. 50 Metern wollte er wieder umkehren und zurück in seinen Zwinger. So musste zunächst eine Helferin aus dem Tierheim, die Ringo schon länger kannte, uns beim Spazierengehen begleiten. Nach ungefähr 2 Wochen konnten wir dann alleine mit Ringo eine Runde drehen.
Da unsere Hündin Tina natürlich auch noch da war, mussten wir testen, ob sich die beiden vertragen. Also hatten wir Tina mit zum Tierheim genommen und Ringo und Tina gemeinsam zum Spazieren mitgenommen. Beide Hunde haben sich beschnüffelt und Tina war weniger zickig als früher - dank des vorhergegangenen Trainings.
Nach ca. 3 Wochen hatten wir uns einen Termin zur Umsiedlung gesetzt: Ringo sollte am 27.7.2007 zu uns nach Hause kommen. Doch da war noch das Problem, dass wir Ringo nur mit Mühe (und viel Frikadellen) in die Autotransportbox bekamen. So stellten wir die Box zunächst in seinem Zwinger auf und die Tierheimangestellten versuchten, Ringo an die Box zu gewöhnen, indem sie ihm das Essen darin servierten.
Am 27.7. war es dann schliesslich soweit. Wir hatten den Zaun um unser Grundstück herum auf stattliche 1,80 Meter aufgestockt, da wir nicht wussten wie Ringo reagiert und so wollten wir ihm zumindest eine phsychologische Barriere aufbauen - wenn er gewollt hätte, so hätte er das sicherlich trotzdem geschafft.
Meine Frau und ich hatten abgesprochen, dass zunächst ich zwei Wochen Urlaub nehme und sie dann ebenfalls mit zwei Wochen Urlaub anschließt. Somit hatten wir Ringo vier Wochen zu Hause unter Kontrolle und konnten sehen wie er reagiert. Wir sind viel spazierengegangen und er hatte reichlich Zeit, sich zu Hause einzugewöhnen. Das Autofahren klappte mittlerweile auch und er springt gerne und freiwillig in die Transportbox.
Wir gehen mit ihm zu einer Hundeschule, da er große Angst vor Fahrradfahrern und Joggern hat und wir das alleine kaum in den Griff bekommen werden. Der Grundgehorsam sitzt und Ringo ist ein gelehriger und aufmerksamer Schüler. Doch seine Angst vor schnellen Bewegungen macht und Probleme.
Wir gehen gerne am Nord-Ostsee-Kanal spazieren, der nur ca. 5 km von uns entfernt ist und an dem mittlerweile beide Hunde frei herumlaufen - wenn andere Leute kommen, nehmen wir Tina und Ringo natürlich an die Leine.
Wir können mit Ringo (mit Tina natürlich sowieso) inzwischen alles machen: Seine Pfoten untersuchen (da war er sehr sehr empfindlich), seine Zähne und Ohren ansehen, ihm Augensalbe geben, das Fell durchbürsten, mit ihm toben und alles, was man eben so machen muss und möchte. Also gewöhnen wir ihn nun langsam an "seine" Tierärztin, um auch im Ernstfall jemanden zu haben, von dem er sich helfen lässt - und die nächsten Impfungen sind auch absehbar.
Wir haben die Entscheidung, Ringo aus dem Tierheim zu holen nie in Frage gestellt geschweige denn bereut. Es ist ein sehr lieber Hund und es ist schade, dass er so lange Zeit im Tierheim aushalten musste. Wir würden es jederzeit wieder genauso machen. Wir sind sehr glücklich, dass wir Tina und Ringo haben und dass sie sich beide so gut vertragen.
Hier ein Artikel über das Tierheim Rendsburg aus der Schleswig-Holsteiner-Landeszeitung. Am Ende gibt es auch eine Bemerkung zu Ringo: http://www.shz.de/artikel.html?tx_ttnews%5btt_news%5d=485306&no_cache=1
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